Allgemeine Informationen zu Operationen

Unser Ziel ist es immer, alle konservativen Möglichkeiten auszuschöpfen. Nicht selten lässt sich aber ein operativer Eingriff als letzte Therapieoption nicht umgehen. Im persönlichen Gespräch mit Ihnen entscheiden wir, ob der Eingriff ambulant erfolgen kann oder ob ein stationärer Aufenthalt erforderlich ist.

Ambulante Operationen

Viele Patienten möchten einen Krankenhausaufenthalt vermeiden und wünschen eine ambulante Operation. Der Patient kann nach dem Eingriff am gleichen Tag in seine häusliche Umgebung zurückkehren, eine Liegezeit im Krankenhaus ist nicht erforderlich. Diese Operationen führen wir im OP-Zentrum der Anästhesie OWL (www.anaesthesie-owl.de) durch. Der OP-Bereich befindet sich ebenfalls im Medicum Detmold. Durch die räumliche Nähe können wir eine optimale Betreuung unserer Patienten gewährleisten.
Ausschlußkriterien zur ambulanten Operation sind schwere Begleiterkrankungen und eine fehlende häusliche Versorgung.

Zur Vorbereitung ist neben dem Aufklärungsgespräch in unserer Praxis und bei der Anästhesie (in der Regel beides zu einem Termin) eine Untersuchung beim Hausarzt erforderlich. Nach der Operation schließt sich eine Verweildauer im Aufwachraum von ca. zwei Stunden an, bevor Sie von Ihren Angehörigen abgeholt werden können. Dazu gehört auch eine optimale perioperative Schmerztherapie.

Viele Patienten profitieren auch von der ersten physiotherapeutischen Behandlung, die schon im Aufwachraum erfolgt, z. B. unsere Kniepatienten, die das Laufen mit Gehstützen erlernen.
Operateur und Anästhesist sind danach für die nächsten 24 Stunden erreichbar. Am Folgetag wird der erste Verbandswechsel zumeist in unserer Praxis durchgeführt, später ist die hausärztliche Weiterversorgung möglich.

Auszug ambulant durchführbarer Eingriffe:

  • Arthroskopische Operationen am Kniegelenk
    • Meniskusteilresektion, Meniskusnaht
    • Knorpelabrasion
    • Vordere Kreuzbandplastik
    • Kniescheibenrefixation nach Luxation

  • Arthroskopische Operationen am Schultergelenk
    • Subacromiale Dekompressionen bei Impingementsyndrom
    • Kalkschulter
    • Einfachere Rotatorenmanschettenrupturen
    • Stabilisierung nach Schulterluxation

  • Handchirurgie
    • Ganglion (Überbein)
    • Karpaltunnelsyndrom
    • Schnappfinger
    • Morbus Dupuytren
    • Einfachere Frakturen

  • Fußchirurgie
    • Hallux valgus (Ballenzeh)
    • Hallux rigidus (Großzehengrundgelenksverschleiß)
    • Krallen- und Hammerzeh

  • Ellenbogenchirurgie
    • Tennis- und Golferellenbogen
    • Ulnarisrinnensyndrom (Ellennervenge)

  • Einfachere Metallentfernungen
  • Entfernung von Haut- und Weichteilgeschwülsten

 

Stationäre Operationen

Komplexere Eingriffe als die oben aufgeführten Operationen erfordern einen stationären Aufenthalt. Aber auch bei relevanten Begleiterkrankungen beispielsweise des Herzens oder der Lunge müssen die Operationen stationär durchgeführt werden. Die Verweildauer im Krankenhaus ist abhängig von der Art und dem Umfang des operativen Eingriffs.

Eine besonders enge Kooperation besteht mit dem Klinikum Lippe (www.klinikum-lippe.de) und dem Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn (www.bk-paderborn.de).


Auszug stationär durchführbarer Eingriffe:

  • Prothetik an Hüft-, Knie- und Schultergelenk
  • Komplexe Rotatorenmanschettenrekonstruktionen an der Schulter
  • Komplexe Bandrekonstruktionen am Kniegelenk
  • Operative Beinachskorrekturen bei Kniegelenksarthrose
  • Komplexe fußchirurgische Eingriffen
  • Wechseloperationen nach Endoprothetik