Hyaluronsäuretherapie

Durch natürliche Alterungsprozesse der Gelenke nehmen die Schmierfähigkeit und Dämpfungsfunktion ab. Auch die Hyaluronsäure als Hauptbestandteil der Gelenkflüssigkeit verändert sich. Es kommt zum Knorpelabrieb, das Gelenk kann sich entzünden und es schmerzt, man hat „Sand im Getriebe“.

Durch eine Hyaluronsäureinjektion kann die Viskosität der Gelenkflüssigkeit erhöht werden. Dies führt zur Schmerzlinderung. Ebenso lässt sich die Gelenkfunktion verbessern, was zur Steigerung der körperlichen Aktivität und Verbesserung der Lebensqualität führt.

Allerdings ist nicht jedes arthrotische Gelenk für diese Behandlung geeignet. Sollte der Knorpelverschleiß bereits weit fortgeschritten sein, ist diese Methode nicht mehr zu empfehlen, gegebenenfalls verbleibt dann nur noch der Gelenkersatz durch eine Prothese. Leichte bis mittelschwere Verschleißleiden lassen sich aber häufig erfolgreich behandeln.

Wir führen die Hyaluronsäurebehandlung folgender Gelenke durch:

  • Kniegelenk
  • Hüftgelenk
  • Schultergelenk
  • Oberes Sprunggelenk
  • Handgelenk
  • Daumensattelgelenk


Die Gelenkinjektion erfolgt steril in unserem Eingriffsraum, eine vorherige örtliche Betäubung ist möglich. Üblicherweise werden 3 - 5 Spritzen im wöchentlichen Abstand verabreicht. Der endgültige Erfolg tritt bis zu 4 Wochen nach Abschluss der Behandlung ein. Die Wirkungsdauer kann am Kniegelenk bis zu 12 Monate betragen, an den anderen Gelenken etwas weniger. Komplikationen haben wir bisher nicht beobachtet.

Kontraindikationen sind die Einnahme von Blutverdünnern sowie eine Unverträglichkeit gegenüber Hyaluronsäure.

In jedem Fall ist die Hyaluronsäuretherapie als Begleitbehandlung zu sehen. Sie ersetzt nicht weitere Therapieoptionen wie Physiotherapie, sportliche Betätigung und Gewichtskontrolle.

Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Sanofi